Schmerz ordnet eine Gemeinschaft

13 / Parsifal
Paul von Joukowsky, Entwurf des Gralstempels, 188202 / Die Handlung
Die Welt verändert sich
in Bewegungen.
Eine dramatische Landkarte, kein Ersatz für das vollständige Libretto. Jede Bewegung markiert einen Wandel dessen, was die Figuren für möglich halten.- I
Die nicht gestellte Frage
Ein Tor sieht Leiden und bleibt stumm
Wald und Gralstempel auf MonsalvatParsifal tötet einen Schwan, lernt erste Umrisse des Mitgefühls und erlebt die Gralsfeier. Er spürt Amfortas' Schmerz, versteht jedoch noch nicht, aus ihm zu sprechen.
Dramatischer WendepunktGurnemanz weist ihn fort, weil Empfindung noch nicht zu Erkenntnis geworden ist. - II
Der Kuss
Versuchung öffnet die Erinnerung an eine fremde Wunde
Klingsors Zauberschloss und GartenKundry nennt Parsifals Namen und küsst ihn. Der Schock verführt ihn nicht nur, sondern macht Amfortas' Qual in seinem eigenen Körper gegenwärtig. Er weist Klingsor zurück und nimmt den Speer.
Dramatischer WendepunktMitgefühl wird genau dort zu Erkenntnis, wo Begehren zum Selbstbewusstsein wird. - III
Die Rückkehr
Derselbe Ort wird mit anderem Blick betreten
Monsalvat am KarfreitagJahre später kehrt Parsifal mit dem Speer zurück. Er tauft Kundry, heilt Amfortas und übernimmt die Hüterschaft, während die Feier erneuert wird.
Dramatischer WendepunktDie Welt wird nicht ersetzt. Sie verwandelt sich durch ein neues Verhältnis zum Leiden.